A man holds a sign forbidding face.

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Seit 04. August 2014 setzt Golem.de verstärkt auf die Fairness ihrer Portal Leser, die einen AdBlocker einsetzen. Vor gut einem Jahr hatte Golem bereits seine Portal Besucher gebeten, beim Besuch der Golem.de Webseite den AdBlocker auszuschalten – oder zu deaktivieren.

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IN EIGENER SACHE (Auszug aus golem.de)
Bitte schalte Deinen Adblocker aus!
Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma. (http://www.golem.de/news/in-eigener-sache-bitte-schalte-deinen-adblocker-aus-1305-98523.html)“

Offensichtlich haben die Nutzer von AdBlockern diesen Wunsch nicht befolgt und antworteten nach Informationen von Golem.de entsprechend:

„Ich will nicht von Werbung genervt werden, ich will nicht von Werbeanbietern getrackt werden, aber ich sehe ein, dass Golem.de mit seinen Inhalten Geld verdienen muss und würde gerne dafür zahlen.“
Ob der zweite Teil des angeblichen Zitats tatsächlich von der Mehrzahl der Leser so formuliert wurde, darf bezweifelt werden – einige faire Leser haben sich sicherlich so geäußert.

Statt nun seinen geliebten AdBlocker auszuschalten, können faire Leser nun auf ein fast werbefreies Abo-Modell „Golem Pur“ zurückgreifen. Wer nur einen Monat Golem.de in der puren Fassung sichten möchte zahlt 4,00 EUR – wer ein ganzes Jahr die Seite fast werbefrei besuchen möchte ist mit 30,00 EUR dabei.

Die ersten Reaktionen fallen so aus, wie es sich wahrscheinlich die meisten gedacht haben. So kommentiert ein Leser, der sich selbst „diethelm“ nennt, die Initiative

diethelm
Für wie bescheuert haltet ihr uns…?

Leser, die einen AdBlocker nutzen, setzen den werbefinanzierten Informationsportalen offensichtlich arg zu. Sicher – die Frage nach fairem Verhalten muss gestellt werden – ob es aber sinnvoll ist Lesern, die einen AdBlocker einsetzen, ins Gewissen zu reden und Ihnen zu sagen, dass Sie sich dadurch einen Dienst „erschleichen“, darf bezweifelt werden.

  • Warum blockt Goelm.de nicht einfach alle Leser, die AdBlocker einsetzen?
  • Warum sollte ein Leser, der AdBlocker einsetzt und schon heute keine Werbung auf Golem.de sieht ein „Golem Pur“ – Abo abschließen?
  • Sind die Zusatzleistungen von Golem Pur (auch auf Mobil Devices Golem.de werbefrei zu sichten, HTML5-basierter Video Player zu nutzen und mehrseitige Artikel auf einer Seite lesen zu können) die Zugpferde, um Leser für ein Abo zu gewinnen?

Der Ansatz ist bemerkenswert und es wird spannend, die Entwicklung von „Golem Pur“ weiter zu beobachten.

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Nachtrag vom 21. August 2014

Nachdem nun einiges an Zeit ins Land gegangen ist – die Kommentare haben sich gemehrt – und die Stimmung scheint sich zu relativieren:

Nachdem ich Golem seit etwa 15 Jahren kostenlos gelesen habe, habe ich ein Abo abgeschlossen. 2,50 Euretten pro Monat/30 Euretten pro Jahr ist jetzt nicht die Welt. Besonders dann, wenn man die 15 Jahre davor mit einberechnet. Was ich an Golem schätze, ist die Themenvielfalt. Es geht nicht nur strikt um IT, sondern auch um andere Themen, die hier und da eingestreut werden. Das lockert die Sache auf und der Blick über den Tellerrand ist nie verkehrt. In diesem Sinne – weiter so!

Wer noch mehr an positiven Feedback lesen möchte – hier der Link

 

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